JSVP unterstützt die Pläne für ein Bahndreieck Nord

Nach der heutigen Präsentation des Vereins Bahndreieck Luzern Nord im Restaurant Sonne, Emmenbrücke, steht für die JSVP Kanton Luzern fest, dass wir die Meinung des Vereins teilen.

Mit dem kürzlich in Bern gefällten Entscheid, dass der Tiefbahnhof Luzern in den Ausbauschritt nach 2035 fallen wird, ist für uns klar, dass es andere, zeit nähere Lösungen braucht. Die Region um die Stadt Luzern versinkt regelmässig im Verkehr; dazu bietet das Projekt Bahndreieck Luzern Nord eine Lösung. Eine Lösung die mit wesentlich tieferen Kosten verbunden ist, als der Tiefbahnhof. Wobei sich die beiden Projekte nicht konkurrenzieren sollen. Wir sind jedoch der Meinung, dass man nicht 40 Jahre auf einen Tiefbahnhof warten soll, der vielleicht gar nie kommen wird und wir dann mit der Infrastruktur keinen Schritt weiter sind als heute. Und das bei massiv mehr Verkehr.

Zudem bietet das Projekt Bahndreieck Luzern Nord den Vorteil, dass es nicht mehr nötig wäre, dass alle Pendler mit dem Zug mitten in die Stadt fahren müssen, um dann von dort in die Aussenquartiere und Agglomeration zu gelangen. Das Bahndreieck Luzern Nord sieht diverse neue Haltestellen rund um das Zentrum von Luzern vor. Weiter bringt es auch für Reisende von Emmen nach Ebikon und umgekehrt den
Vorteil, dass die Züge keinen Umweg mehr durch den Bahnhof Luzern machen müssen. Dieser Zeitverlust  würde es auch mit dem heutigen Projekt zum Tiefbahnhof noch geben.

Während der Tiefbahnhof sämtliche Züge mitten ins Zentrum bringen will, führt das Bahndreieck Luzern Nord dazu, dass das Zentrum von unnötigem Verkehr entlastet wird, indem die Leute bereits ausserhalb umsteigen können. Das bringt nicht nur Zeitersparnisse für die Pendler, sondern führt auch dazu, dass weniger Busse an den Bahnhof fahren müssen. So werden die Strassen entlastet, was für positive Effekte für den MIV sorgt. Beim Tiefbahnhof, nach heutigem Stand, ist es sehr wahrscheinlich, dass für den MIV weitere Kapazitäten abgebaut
werden müssten. Da bereits heute die ergriffenen Massnahmen zur Reduzierung des MIVs nicht funktionieren, bzw. lediglich zu mehr Stau führen, ist das Bahndreieck Luzern Nord ein gutes Mittel die Strassen zu entlasten, um den wirtschaftlich notwendigen Verkehr nicht mit unnötig vielen Bussen zu behindern. Zudem steigt mit dem Ausbau des durch das Bahndreieck Luzern Nord zu bauende S-Bahn-Netz die Attraktivität vom MIV auf den ÖV umzusteigen.